Jugendliche haben ihre eigenen Vorstellungen und Ziele, wie die Zukunft sein kann.

Dennoch sind für sie alle neben den individuellen Lebensplanungen auch die gesellschaftlichen Entwicklungen von zentraler Bedeutung. Diese Veränderungen können jedoch nur zu einem geringen Teil von den jungen Menschen direkt mitbestimmt werden: Technologischer Fortschritt, der Umbau des Sozialsystems, die Globalisierung, ökologische und ökonomische Entwicklungen sind maßgebliche Faktoren für die Zukunft der Gesellschaft.

Gleichwohl sind es die heutigen Jugendlichen, die in Zukunft Verantwortung übernehmen wollen und müssen.
Jugend(verbands)arbeit als wesentliche Säule der Sozialisation muss sich daher ständig flexibel an die neuen Situationen anpassen und möglichst die zukünftigen Entwicklungen vorhersehen, um nachhaltige Konzepte entwickeln und Methoden fortschreiben zu können. Zudem ist es eine zentrale Aufgabe der Jugend(verbands)arbeit, jungen Menschen die Mitwirkung an der gesellschaftlichen Entwicklung zu ermöglichen, ihnen Gestaltungsräume zu bieten, gemeinsame Utopien zu entwickeln und (im Sinne einer umfassenden politischen Bildung) Jugendliche für gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu sensibilisieren.

So wurde mit den Vertreter-inne-n der Mitgliedsverbände des Landesjugendrings auf der HA-Klausur im Januar 2008 die Erarbeitung eines neuen Zukunftsprogramms für den Landesjugendring vereinbart.
Dieses Zukunftsprogramm soll als Basis für die überverbandliche Zusammenarbeit und zur Vergewisserung der gemeinsamen Positionen dienen. Zusätzlich kann ein solches Programm die Rolle und Notwendigkeit der Jugend(verbands)arbeit aufgreifen und deren Notwendigkeit in der Zukunft unterstreichen, aber auch Entwicklungspotenziale und -notwendigkeiten aufzeigen. Der Entwicklungsprozess von »neXT2020« soll eine breite Verankerung in den Jugendverbänden erfahren und so Diskussionen über die Zukunft der Gesellschaft direkt an junge Menschen sowie Multiplikator-inn-en in der Jugend(verbands)arbeit tragen und dadurch eine breite inhaltliche Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen anregen. Ein entsprechendes Methodensetting wird die jugendgerechte Arbeit sicherstellen. Bereits die Entwicklungsphase bietet sich für einen Dialog mit Politik und anderen gesellschaftlichen Interessenvertretungen an, auch um neue Impulse für die Arbeit zu erhalten.